Nachdem Storch Max Anfang August 2017 seinen Horst im Blockland verlassen hatte, war ich gespannt darauf, wann er wieder kommen würde.  Ein erster Bericht in der Zeitung am 4.2.18 ließ mich aufhorchen - und tatsächlich, ich sah am 4. Februar 2018 zwei Störche - wie in den Jahren zuvor auch auf dem Gelände der Kompositieranlage an der Mülldeponie. An diesem Nachmittag war das Wetter schlecht, starker Schneeregen  und  ungünstige Lichtverhältnnisse machten es mir nicht leicht, anständige Fotos zu schiessen.  Aber 14 Tage später war es endlich soweit, ich sah Storch Max in Begleitung. Die Überraschung war groß, als ich den Ring ausgelesen hatte,  Max hatte wieder die Störchin vom letzten Jahr an seinerSeite ( DEW 3T630). Ich freute mich riesig, denn nun hatte meine "Storchen-Saison 2018" begonnen.

 

Anfang februar 2018

Es ist noch kalt, der Winter zeigt sich ausdauernd. Trotzdem musste ich heute mit meinem E-Bike auf Tour starten, denn in der Zeitung laß ich, dass Storch MAX bereits wieder gesichtet wurde. Also machte ich mich auf den Weg und fuhr zunächst am Walller Fleet entlang , unter der Autobahn unterdurch und weiter zum Kompostierbereich der Mülldeponie, wo ich bereits am 4.2. beide Störche gesichtet hatte. Ich war glücklich, als ich beide hier wiederfand. Sie sonnten sich und gabe zwischendurch kleine Klapper-Konzerte zum besten. Auf diesem Gelände haben sich die beiden unter unzählige Krähen, Dohlen, Möwen und andere Vögel gemischt, die hier tagtäglich Nahurng suchen. Es war ein harmonisches Miteinander aller Vogelarten. Zufrieden aber durchgefroren fuhr ich nach 2 Stunden wieder nach Hause.

ende februar 24.2.2018

Storch MAX  ist mit seiner Störchin 3T630 unzertrennlich. Es ist aktuell wieder sehr kalt, die Böden sind gefroren, die Fleete sind vereist - Noch immer suchen die beiden Störche auf den Komposthaufen der Müll-Deponie nach Nahrung. Heute war das Storchen-Paar nicht alleine unterwegs - ein weiterer (unbekannter) Storch hielt sich  an diesem  Nachmittag  ebenfalls hier auf.  Wer ist dieser fremde Storch ? Es überraschte mich, dass MAX und seine Störchin diesen 3.Storch neben sich tolerierten. Eigentlich akzeptieren Storchenpaar keine Fremdlinge in ihrem Revier. Dieser 3.Storch durfte mit den beiden zusammen auf der  Wiese und auf dem Dach stehen.

Mitte März 11.3.2018

Juhu, es scheint, dass MAX und seine  3T630 nun das Nest bezogen haben. Leider war das Wetter in den letzten 14 Tagen nicht sehr storchenfreundlich, es war zeitweise wieder extrem kalt, die Böden und die Fleete waren zugefroren. Ich sah beide Störche entweder auf einer Wiese oder auf der Mülldeponie/ Kompostierbereich.  Seit 3 TAgen ist es endlich etwas "wärmer",  bei meinem Besuch am Storchennest  saß MAX allein oben drauf, während SIE (3T630) auf Nahrungssuche war. Doch MAX zog es alsbald hinunter zu ihr....

17.3.2018 - Noch immer es es sehr kalt

Was machen die Störche bei eisigkalten Temperaturen und starkem Nord-Ost-Wind ? Warm eingepackt begab ich mich auf die Suche und fand beide an bzw.  in einem Fleet in der Nähe vom Nest. Die Wiesen sind noch immer steinhart gefroren, wo sollen die beiden bloss ausreichend Futter herbekommen. Die Großvögel mussten sich das spärliche Nahrungsangebot noch mit den Reihern teilen. Doch scheinbar kommen Reiher und Störche relativ gut miteinander aus - und MAX weiss genau, wie er seine Stärke präsentieren muss. Mir taten die beiden schon ein wenig leid, sie stacksten durch den leicht gefroreren Fleet, das  dünne Eis gab unter ihnen nach und oft rangen sie ums Gleichgewicht. Ich hätte beiden gerne eine Wärmflasche gegeben.

24.3.2018

Endlich ist das Wetter etwas frühlingshafter. Heute fand ich beide Störche auf dem Nest und es war wieder so schön, beide dabei zu beobachten, wie sie gemeinsam ihr Gefieder bzw. das Gefieder des Partners putzen und wie sie Paarungsrituale vollziehen. Gewisse Verhaltensweisen dienen der Festigung der Beziehung - ähnlich wie das Lausen der Primaten, knabbern sich Störche gegenseitig im Bereich des Kopfes im Gefieder. Ebenso dienst der Paarungsakt nicht nur der Fortpflanzung sondern auch der Festigung der Partnerschaft.

 

Der Paarungsakt beim Storch - Kopulation genannt, beginnt damit, dass der Storchen-Mann die Störchin "umtänzelt". Bei MAX kann ich diesen Moment genau erkennen, er schaut SIE mit besonderen Blicken an, geht vor ihr vorbei auf die andere Körperseite und sich dann neben sie . Vorsichtig und mit Hilfe eines Flügelschwungs steigt er auf sie auf. Mit seinem Schnabel versucht er sich an ihr festzuhaken. Um die Standposition zu finden, tänzelt er auf ihrem Rücken, wobei er sehr erregt ist. Seine Erregung versucht er hierdurch auf die Störchin zu übertragen. Um sich festzuhalten, klemmt er ihren Schnabel mit seinem Schnabel ein und positioniert ihren Kopf unter seinen Hals. Die Störchin hält dabei weitestgehend still. Schaftt es der Storch Balance zu finden und sich niederzusetzen, versucht er als nächstes sein Geschlechtsteil unter ihres zu schieben. Ist die Ströchin erregt und bereit, beläßt sie ihren Kopf im Nacken, öffnet ein wenig die Flügel und hebt ihr Hinterteil, um ihr Geschlechtsteil freizugeben. Ein erfolgreicher Paarungsakt endet mit einem sog. Kloakenkuss. Nicht jede Kopulation endet erfolgreich. Störche paaren sich solange, bis das Gelege vollzählig ist (bis zu 5 Eier, wobei die Anzahl der Eier vermutlich vom Nahrungsangebot abhängt.).

Paarungsakte konnte ich hier schon viele beobachten, manchmal 2x innerhalb von 60 Minuten, aber nicht jedes Mal hat die Störchin auch Lust dazu. dann bleibt sie regungslos und MAX steigt wieder von ihr ab. Ich konnte oftmals sogar erkennen, ob SIE erregt oder lustlos war.

Unten eine Fotoserie zum Thema : Kopulation

Nachdem die Störchin hiernach das Nest verließ, kümmerte sich MAX um das Nest. In den Vorjahren hatte sich Max nicht besonders darum gekümmert. Aktuell  lagen verschiedene mittelgroße Zweige auf dem Nest - als Max freie Bahn hatte, versuchte er diese ordentlich zu positionieren,was sehr lustig aussah, denn die Zweige waren teilweise recht lang und widerspenstig. Ich hatte manchmal den Eindruck, als hätte ihm eine "helfende Hand" gefehlt. Nachdem er endlich alle Zweige nach seinen Vorstellungen hingelegt hatte, vollzog er ein ausgiebiges "Probeliegen" im Nest.

30.3.18

Nachdem ist tagelang wieder geregnet hatte, konnte ich heute endlich (Karfreitags Nachmittag) wieder rausfahren zu den Störchen. Meine Neugierde ist nach mind. 5 Tage Pause auf Höchststand. Also ging es heute wieder für 2-3 Stunden zum Nest.  An diesem Nachmittag sah ich Szenen, die ich so noch nie gesehen hatte.

... beide Störche auf der Wiese nahe vom Nest unterwegs; Max nahm erst Kneippsche-Fußbäder und löschte zunächst in den unzähligen Pfützen seinen Durst. Am Ende der Wiese endeckte er die Pferdetränke und ich dachte mir - oh nein, der Storch wird doch wohl nicht gleich aus der Pferdetränke Wasser schlürfen.... und ja, er machte es ...... Storch an Pferdetränke, das fand ich lustig - das waren die Bilder des Tages.

2.4.2018

Das Wetter wird einfach nicht frühlingshaft. Heute am Ostermontag war MAX am frühen Nachmittag allein auf dem Nest und beschäftigte sich mal wieder  mit Ausbesserungen am Nest. Die oben befindlichen Zweige und Äste sind teilweise recht lang...für einen Storch gar nicht so leicht, diese in eine akzeptable Position zu bringen...Wie schon einige Tage zuvor, er hatte arg zu kämpfen...Max, ich hätte dir ja gern geholfen, entschuldige bitte, dass ich zwischendurch so laut gelacht habe, es sah so witzig aus...

7.4.2018 Brutzeit-Beginn

Endlich ist der Frühling da, die Sonne scheint bei angenehmen Temperaturen. Bei meiner Ankunft am Nest lag bzw. saß nur ein Storch im Nest. Nachdem der 2. Storch einfgeflogen war, war es deutlich erkennbar - die beiden Störche sind am Brüten! Damit hätte ich nicht gerechnet, waren beide doch erst so kurz auf dem Nest zugange.

Die Brutzeit dauert ca. 30-32 Tage, beide Störche teilen sich diese Aufgabe, d.h. sie sitzen abwechselnd auf der Brut. Während einer auf der Brut sitzt, ist der andere unterwegs, um Futter zu suchen.Es wird aber auch hin und wieder Nistmaterial gesammelt, damit es oben im Nest immer ausreichend Polstermaterial gibt. Plattgelegenes, abgenutztes oder verschmutztes Material im Nest wird rausgeworfen, somit muss regelmäßig Nachschub her. In den kommenden 4 Wochen muß die Brut gut geschützt gewärmt werden, hierzu liegt der Storch ausgebreitet im Nest. Beim Hinlegen steht er breitbeinig über dem Gelege und im Niedersetzen werden die Flügel ausgebreitet.

Etwa alle 30-45min steht der Storch auf, um die Brut zu belüften und die Eier zu wenden. Von unten zuschauend sieht es aus, als würde er im Nest rumstochern.  Hierbei wird auch das Polstermaterial aufgelockert und "Ausschuß" wird aus dem Nest geworfen. Es kann bis zu 3 Stunden dauern, bis der Partner von seiner "Freizeit" zurückkehrt. Beim  Landeanflug wird teilweise schon mit Klappern begonnen, Spätestens direkt nach der Landung wird zur Begrüßung ausgiebig geklappert. Ein Begrüßungsritual, dass ich immer wieder gerne sehe. Ohne lange zu warten, verläßt der nun abgelöste Storch das Nest und gönnt sich seine "Auszeit"

15.4.2018  Regen , Regen , Regen....

Es hat in den letzten Tagen geregnet ohne Ende. Meine Gedanken kreisten oft nur um einen Gedanken, was machen die Störche bei Regen.  Wie gerne würde ich den beiden ein Dach über`s Nest geben.  Bei der ersten Gelegenheit einer langen Regenpause fuhr ich zum Nest... Storch Max war fast nicht zu erkennen... er stand wie ein Kormoran auf der Wiese  und schwang seine geöffneten Flügel in der Sonne. Es dauerte Stunden, bis er endlich ein einger-maßen trockenes Gefieder hatte... Es war ein jämmerlicher Anblick. aber ich war ebenso erstaunt wie glücklich, als ich MAX nach ca. 3 Stunden auf einer Wiese sichtete und er fast wieder getrocknet war. 

21. + 22.4.17

Bei sommerlichen Temperaturen und blauem Himmel erreichte ich das Nest von MAX und Störchin 3T630 gegen mittag, als beide Ströche auf dem Nest standen und gen Himmel schauten. Kaum zu glauben, dort kreisten 9 Störche und kamen dem Nest unangenehm nah. Doch scheinbar hatten Max und 3T630 ihr Nest und Revier zuvor mit Bravour verteidigt. Max wirkte relativ entspannt, als die fremden Störche Richtung Norden weiterflogen...

Am Sonntag war MAX zunächst unterwegs, ich sah ihn dann auf der heimischen Wiese, wo er plötzlich anfing, einiges an Material im Schnabel zu sammeln und zügigst zum Nest raufzufliegen....

5.5.18 das ende der brutzeit ist fast erreicht

Seit 4 Wochen sind die beiden Störche fleissig am Brüten; immer abwechselnd sitzen die beiden bei Sonne, Regen und Wind auf ihrer Brut. Die Brutzeit dauert  etwa 30-32 Tage; wir wissen nicht genau, an welchem Tag das Brüten begann - irgendwann zwischen Ostermontag und dem Samstag nach Ostern. D.h., die Brutzeit ist in den nächsten Tagen vorbei.  Ich mache mir ein wenig Sorgen, denn oben im Nest liegt eine recht große Folie. Diese Folie flattert viel im Wind und die beiden sind oft damit beschäftigt, diese irgendwie zu befestigen..

Ich frage mich, wer von beiden diese große Folie ins Nest gebracht hat. Diese Folie liegt schon seit mind. 3 Wochen dort oben. Ich habe Sorge, dass diese Folie zur Todesfalle werden könnte - entweder, wenn der NAchwuchs von der Folie bedeckt wird oder sich in dieser Wasser ansammelt und der Nachwuchs drin "erfriert" oder ertrinkt.

Noch mehr schockierte mich die Beobachtung, als Störchin 3T630 am Nachmittag ihre "Flugzeit" hatte und auf der einen Pferdekoppel an der Wallerstraße nach Nistmaterial suchte und plötzlich zwei Plastikbeutel aufnahm. Sie ließ einen wieder fallen, aber mit dem 2. Beutel im Schnabel startete sie Richtung Nest...

Es ist so traurig, wie der Mensch mit der Natur umgeht. Warum wird so viel Müll in die Natur geworfen. Diese Fotos sollten eher als Mahnmal dienen - ähnlich wie einige Fotos von den Basstölpel-Nestern auf Helgoland...

10.+11.5.18  Brutzeit-Ende

Die Brutzeit von rund 32 TAgen müsste nun vorbei sein  - der Brutbeginn lag zwischen dem 3. bis 7.4. 18 - daher erwartete ich in diesen Tagen das Schlüpfen. Normalerweise kann man in den ersten 14 Tagen vom Nachwuchs nichts sehen, Die frisch geschlüpften Jungtiere sind nur knapp 70cm lang und können erst mit ca. 2 Wochen auf den Fersen hocken. Aber bei genauer Beobachtung der adulten Tiere, kann man erkennen schon eher erkennen, ob Nachwuchs im Nest liegt - oder nicht.

Heute war das Wetter zwar noch trocken, aber windig und es wurde im Tagesverlauf immer frischer. Gegen Mittag  erreichte ich das Nest. Max stand oben und dachte zunächst, er würde grad mal wieder die Brut belüften.  Doch er blieb deutlich länger stehen als gewohnt und es schien teilweise, als ob er etwas beobachtete. Er hielt seinen Kopf ständig gesenkt und war mit etwas am Nestboden beschäftigt.

Dann sah ich , dass er 2x Futter hochwürgte -JUHU,  das war nun das eindeutige Anzeichen, dass sich Nachwuchs im Nest befindet. Denn in den ersten Tagen werden die frisch geschlüpften Jungstörche nicht "in den Schnabel" gefüttert , sondern sie entnehmen vom abgelegten Speisebrei bei Bedarf Futter. Ich war so erfreut, dass ich es laut ausrief " Es ist was im Nest" - Juhu, Nachwuchs ist da !!!"

Vom Standpunkt Strasse kann man nicht viel sehen, daher sind die Fotos nicht so spektakulär,  aber das Auswürgen von Speisebrei ist in diesem Falle ein  echtes Highlight. 

ich warte immer gerne bis zum "Wachwechsel", nach einiger Zeit kam die Störchin 3T630 auch noch eingeflogen. Ich hoffte so sehr, dass sie mir durch ihr Verhalten noch etwas zeigen würde....aber es kam ganz anders als erwartet. Sie flog ein, es folgte eine kurze Begrüßung und dann kümmerte sie sich erstmal um Zweige, die aussem am Nestrand quer hinab hangen... Max startete indes, um seine "Auszeit" und Futtersuche zu genießen...

Plötzlich sah ich 2 Störche über mir und ich erkannte, dass einer der beiden MAX war und der andere ein Fremdling - es ist immer unglaublich, wie schnell der abwesende Storch zurück am Nest ist, wenn ein Fremdstorch ins Revier eindringt.  Max zeigte dem fremden Storch ganz deutlich, dass er sich dem Nest nicht nähern sollte....

Heute, am 11.5. bin ich nachmittags wieder zum Nest geradelt. Die Störchin stand oben und war immer wieder mit seinem Schnabel am Nestboden beschäftigt. Meine Vermutung, dass sich mind. 1 Jungstorch im Nest befindet, wurde durch erneute Nahrungsablage deutlich. Nach einiger Zeit kam MAX  eingeflogen und 3T630 konnte losfliegen..

MAX zeigte das gleiche Verhalten wie gestern. Sehr interessant fand ich , dass MAX innerhalb von 30 Minuten an 2 Stellen im Nest aufgewürgten Nahrungsbrei ablegte.... sind etwa 2 frisch geschlüpfe Jungstörche im Nest ??? Ich bin ja so gespannt und ich wünsche mir so sehr, dass ich noch vor meinem geplanten Helgoland-Urlaub sehen kann, wieviele Jungstörche im Nest liegen.

Das Hochwürgen von vorverdautem Speisebrei kann man sehr gut erkennen, da der Storch sich zunächst ein wenig krümmt und dann der Hals total anspannt. Abgelegt wird ein dicker "Futterklopps" auf den Nestboden. Ddie adulten Tiere entnehmen sich hieraus wieder  Stücke, die der Nachwuchs noch nicht futtern kann oder übrig lässt. Dieses Procedere wiederholt sich Stunde um Stunde.

Wenn nach Stunden dann der Partner ist Nest geflogen kommt, wird sich kurz begrüßt und ab geht's für den anderen - Auszeit für die nächsten 2-3 Stunden...

18.5.18  ich konnte schon was sehen....

...vom Nachwuchs im Nest.  Ich konnte es kaum glauben, dass ich nach 1 Woche doch schon etwas sehen konnte.  MAX stand wieder oben im Nest, den Kopf die meiste Zeit gesenkt im Nest. Ich konnte wieder beobachten, dass er Futter ablegte. Und dann sah ich plötzlich, wie sich ein kleines Schnäbelchen gen Himmel streckte, ein kleines Köpfchen, dass von links nach rechts schwang..... Ja, ich habe das erste Mal etwas vom Nachwuchs gesehen. Ich konnte es kaum fassen.

20.5.18  es sind 2 Jungstörche im Nest

Ich bin so happy, meine Vermutung "2 Eier" im Nest   hat sich bestätigt - heute sah ich zwischendurch mal ganz kurz gleichzeitig 2 kleine Köpfchen und Schnäbelchen. Der erst-geschlüpfte ist nun sicherlich schon 10 Tage alt, er ist schon sehr agil und robbt bereits munter durch das Nest. Total süß finde ich, wenn er seine kleinen Flügel öffnet und damit rumwippt. Er hat ständig Hunger, der kleine schwingt ganz oft seinen Kopf, öffnet seinen Schnabel oder zieht am Halsgefider von den Eltern.

Der zweit-geschlüpfte scheint etwa 2-3 Tage jünger zu sein. Er ist etwas kleiner und noch nicht so beweglich, sein Köpfchen sieht man seltener. Und zusammen konnte ich beide auch bislang nur 3x ganz kurz sehen.

Ich bin so glücklich, dass es momentan augenscheinlich beiden gut geht.

23.5.18 Traurige Mitteilung

Ich bin heute in den Urlaub gestartet und habe vorhin eine sehr traurige Nachricht vom BUND bekommen. Gestern wurde wie im vergangenen Jahr eines der zwei Jungtiere aus dem Nest geworfen wurde. Die Tochter vom Bauer am Hof Bavendamm fand das Küken leblos unter dem Nest

Wegen meiner Reisevorbereitungen gestern konnte ich nicht mehr zum Nest fahre , daher kann ich hierzukeine Fotos liefern.


Aber die Nachricht allein schmerzt ebenso.

Diese Selektion durch die adulten Tiere ist nicht ungewöhnlich. Ist ein Jungtier zu schwach, wächst es nicht ausreichend oder kann es sich nicht beim Füttern durchsetzen, dann erkennen dies die Elterntiere. Aber auch ein genereller Futtermangel durch unzureichendes Nahrungsangebot kann dazu führen, dass ein Jungtier zugunsten weiterer Jungtiere geopfert wird.

Das Nahrungsangebot scheint aktuell nicht sehr gut zu sein. Es macht mir Sorgen, wenn ich sehe, was Max und 3T630 nach Futterabgabe wieder aufpicken...

Ich wünsche mir jetzt nur noch, dass der andere Jungstorch nun gut gedeiht....

3.6.18 große freude nach meinem urlaub

Mein traumhafter Urlaub auf Helgoland ist vorbei, ich bin wieder zuhause und heute musste ich unbedingt zu MAX und seiner kleinen Familie fahren. Ich war so glücklich, als ich sah, dass es dem "kleinen" Jungstorch so gut geht. Er hat sich sehr gut entwickelt. Nun ist das Storchen-Kind fast 4 Wochen alt, d.h. das KLEINE ist nun in der Lage, kurzzeitig im Nest stehen zu können. Es richtet sich gelegentlich auf, stellt sich hin, schwingt gelegentlich auch mal mit den Flügeln, aber dann halten die Beine plötzlich nicht mehr und es sackt wie ein nasser Sack zusammen.

Ich habe mich so sehr gefreut, als ich sah, dass das KLEINE so rege und so gut zuwege ist. Es ist jetzt die schönste Zeit am Nest, von TAg zu Tag kann man neue Fähigkeiten beobachten....

09.06.2018 - der Kleine bleibt schon kurze Momente allein

Ich konnte es kaum abwarten, dass endlich wieder Wochenende ist und ich wieder zum Storch kann. Noch immer ist es sehr warm und trocken. Der kleine Jungstorch sucht ständig Schatten und Schutz unter seinen Eltern. Der KLEINE ist schon wieder größer geworden und verlangt regelmäßig nach Futter. Wenn man bedenkt, dass Jungstörche in diesem Alter rund 1 kg Nahrung pro Tag brauchen, dann haben MAX und 3T630 viel zu sammeln...undn für beide selber soll ja auch noch was im Magen bleiben. Ein adultes Tier benötigt rund 500gr Nahrung am Tag.

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